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The Atari Compendium
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The Atari Compendium (Toad Computers) (1994).iso
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Wrap
Text File
|
1990-11-26
|
28KB
|
731 lines
**********************************************17.01.88*****
* *
* SAGROTAN *
* *
* - DER ultimative Virenkiller - *
* *
* Henrik Alt *
* Kirgelweg 25 *
* 7160 Gaildorf *
* *
* - schützt zuverlässig vor Viren *
* - immunisiert Ihre Disketten *
* - Public-Domain *
* *
***********************************************************
Inhalt
1 Vorbemerkungen
1.1 Hinweise zum Public-Domain-Vertrieb
1.2 Update-Service
1.3 Hardwarevoraussetzungen
1.4 Sonstiges
2 Kleine Virenkunde
2.1 Was ist ein Virus?
2.2 Aufbau eines Virusprogrammes
2.3 Virenbefall beim Atari ST
2.4 Was tun bei Virenbefall?
2.5 Wie sich ein Virus manchmal verrät
2.6 Prophylaxe
2.7 Hinweise für Festplattenbesitzer
2.8 Linkviren
3 Arbeiten mit SAGROTAN
3.1 Die ersten Schritte
3.2 Bootsektorprüfung
3.3 Linkvirenprüfung
3.4 Accessories
3.5 Gefahrenhinweise
4 Die Handhabung der Bibliotheken
4.1 Die Virenbibliothek
4.2 Bibliothek bekannter Bootprogramme
4.3 Zusammengefasste Viren und Bootsektoren
4.4 Minibootprogramme
4.5 Vergleichsdaten bekannter Programme
5 Anhang
1 Vorbemerkungen
----------------
1.1 Hinweise zum Public-Domain-Vertrieb
SAGROTAN ist ein Public-Domain-Programm und darf frei
kopiert werden. Die kommerzielle Nutzung ist jedoch unter-
sagt!
1.2 Update-Service
Mit 30 DM honorieren Sie die Mühe, die in SAGROTAN steckt,
und erhalten eine neue Version von SAGROTAN.
Für 50 DM werden Sie als Anwender registriert und erhalten
die nächsten 5 Updates kostenlos. Weitere Updates können Sie
zum Selbstkostenpreis von 6 DM anfordern.
Wegen der höheren Versandkosten ins Ausland erhalten Sie
dort nur 4 kostenlose Updates. Für weitere Updates sind
8 DM zu entrichten.
Falls Sie einen neuen Virus oder ein unbekanntes Bootpro-
gramm einschicken, erhalten Sie KOSTENLOS eine neue, ggf. an
diesen Virus angepaßte Version!
Für die Serviceleistungen finden Sie Vordrucke im Anhang.
1.3 Hardwarevoraussetzungen
SAGROTAN läuft nur in der mittleren oder hohen Bildschirm-
auflösung. Wegen der sehr umfangreichen Vergleichsdaten
sollte für die Arbeit mit SAGROTAN ca. 500 KB Speicher zur
Verfügung stehen. Steht weniger Speicher zur Verfügung, ist
die Größe der auf Virenbefall zu untersuchenden Dateien
stark eingeschränkt.
1.4 Sonstiges
Mein Dank geht an dieser Stelle an Clemens Weller, Fichten-
berg, für die tatkräftige Unterstützung bei der Entwicklung
der Benutzeroberfläche. Auch konnte die Fehlersuche im
Programm durch seine "Weller-Tools für GFA-BASIC" sehr
vereinfacht werden.
Ebenso geht mein Dank an D. Foerster-Michalke, Solingen, für
die Korrektur dieser Anleitung.
Mein Zorn gilt natürlich all denjenigen, die diese lästigen
Viren programmieren oder in Umlauf bringen.
Falls Sie beim Ausdruck dieser Anleitung Probleme mit den
Umlauten haben, verwenden Sie das "UMLAUT"-Accessory auf der
SAGROTAN-Diskette.
2 Kleine Virenkunde
-------------------
Ziel dieses Kapitels ist es, dem Anwender von SAGROTAN die
Funktion von Virusprogrammen zu erläutern und die bei
Virenbefall nötigen Gegenmaßnahmen zu erklären.
2.1 Was ist ein Virus?
Ein Virusprogramm ist ein Programm, das sich vermehren kann.
Wie in Biologie ist der Virus dabei auf die Hilfe eines sog.
Wirtes, in unserem Fall der Atari ST, angewiesen.
2.2 Aufbau eines Virusprogrammes
Aus der Funktion eines Virusprogrammes ergibt sich, daß ein
Virus normalerweise die folgenden Programmteile enthält:
- Initialisierung
dieser Programmteil lädt oder verschiebt den Virus an
seine endgültige Zieladresse und setzt die Ereignisüber-
wachung in Gang.
- Ereignisüberwachung
dieser Programmteil zapft das Betriebssystem an und
wartet auf eine günstige Gelegenheit zum Eingreifen.
- Vermehrungsteil
dieser Programmteil wird von der Ereignisüberwachung
aufgerufen und bewirkt, daß ein neuer Virus auf die
Diskette oder Festplatte geschrieben wird.
- Aktionsteil
dieser Programmteil wird nur unter ganz bestimmten
Umständen von der Ereignisüberwachung aufgerufen und
bewirkt die üblen Sachen, vor denen es den Computeran-
wendern so graust.
2.3 Virenbefall beim Atari ST
Da wohl kein Anwender freiwillig ein Virusprogramm starten
würde, finden sich Viren normalerweise an den Stellen, wo
sie automatisch gestartet werden. Beim Atari ST gibt es
dafür zwei Möglichkeiten:
a) der Virus wird an ein Anwenderprogramm angehängt,
b) der Virus wird in den Bootsektor einer Diskette
geschrieben.
Da die Version a meistens durch die Verlängerung der
Anwenderprogramme auffällt, sind zur Zeit hauptsächlich
Viren vom Typ b im Umlauf. Seit Version 4.00 erkennt
SAGROTAN Viren beider Typen.
2.4 Was tun bei Virenbefall?
Als nächstes bleibt zu klären, was zu tun ist, wenn Sie ein
praktisches Beispiel für die obigen Ausführungen in Form
einer virusbefallenen Diskette in Händen halten!
- Ruhe bewahren!
Viren im Bootsektor können meistens ohne Nebenwirkungen
vernichtet werden.
- Falls es sich um einen bekannten Virus handelt, wird
dieser durch Überschreiben mit dem SAGROTAN-Bootprogramm
vernichtet. Schalten Sie danach den Computer mindestens
20 s aus, um den Virus aus dem Speicher zu löschen.
Booten Sie dann von der neu behandelten Diskette. Dabei
muß die Meldung "Kein Virus im Bootsektor" erscheinen.
Falls dies nicht der Fall ist, müssen die obigen
Schritte wiederholt werden. Jetzt haben Sie den Virus
auf dieser Diskette vernichtet.
- Falls es sich um ein unbekanntes Bootprogramm handelt
muß zunächstfestgestellt werden, ob dieses ein Virus
ist. Dafür benötigen Sie zwei leere Disketten, die im
folgenden mit A und B bezeichnet werden. Falls Sie eine
Harddisk besitzen, klemmen Sie diese ab.
Kopieren Sie die gesamte Diskette mit dem unbekannten
Bootprogramm auf Diskette A. Verwenden Sie dazu ein
Kopierprogramm wie z.B. "FCOPY", damit auch der Bootsek-
tor unverändert übertragen wird.
Löschen Sie dann das Bootprogramm von Diskette B mit
der SAGROTAN-Funktion "Bootsektor löschen".
Booten Sie von Diskette A.
Legen Sie Diskette B ein und lassen Sie sich das
Inhaltsverzeichnis anzeigen.
Prüfen Sie nun die Diskette B mit SAGROTAN auf Virenbe-
fall. Sollte der Bootsektor von Diskette B nun ein
unbekanntes Bootprogramm e